Nach neuesten Untersuchungen leben in Südamerika ca. 360 Millionen
Menschen.
Ganz genau kann das keiner sagen, da das Land aufgrund seiner Topologie zum
Teil noch recht unerforscht ist. Die Spanier haben es ja Dank ihrer
Einwanderungspoltik geschafft, dass nahezu die gesamte damalige Bevölkerung entweder
durch Menschenhand oder durch Seuchen dahingerafft wurden.
Diejenigen, die überlebt haben, beziehungsweise deren Nachfahren
findet man heute hauptsächlich im Hochland der Anden und in den Tiefen des
Amazonasgebietes. Die Gruppen der indigenen Ureinwohner, die überlebt haben sind recht vielfältig und liegen zahlenmäßig zwischen einer
Handvoll und wenigen Tausend Menschen.
Der Rest der Bevölkerung hat sich
mit der Zeit durch viele verschiedene Einwanderer vermischt. Sklaven und Emigranten
aus aller Herren Länder fanden ihren Weg nach Südamerika. Mulatten, also
Nachfahren mit weißen und schwarzen Elternteilen haben in Surinam einen
Bevölkerungsanteil von 30%, in Kolumbien 14% und in Venezuela 10%. Die Nachfahren mit indianisch-europäischem Eltern nennt man in Brasilien Caboclos, im Rest der Welt Mestizen. Die Caboclos leben hauptsächlich am Amazonas.
Die Mestizen stellen in Südamerika den größten Anteil der
Bevölkerung dar. So sind zum Beispiel 95% der Paraguayaner Mestizen, in Chile sind es nahezu 70% in Ecuador 65%. Die Nachkommen von geflohenen Sklaven werden Maroons genannt. Das
Wort stammt aus dem Englischen und bedeutet ausgesetzt.
In Südamerika ist die Volksgruppe noch in Brasilien und in Surinam anzutreffen. Menschen, die
schwarze und indianische Elternteile haben, nennt man hier Zambo. Diese Gruppen
leben hauptsächlich in Kolumbien, Ecuador und Venezuela. Auch in Brasilien findet man sie, hier allerding sunter dem Namen Cafuso.
20% der Kolumbianer haben afrikanische Vorfahren und werden deshalb auch
mancherorts als Afrokumbianer bezeichnet. In Argentinien kann man heutzutage über 20 Gruppierungen finden, die Nachfahren von den
füheren Indianer sind. Neben den bekannten Quechua und Guaraní sind es auch die Mapuche und
Kolla.