Christoph Kolumbus, eigentlich auf der Suche nach einem neuen Weg nach
Indien, gilt ja bekanntlich als der Entdecker Amerikas, weshalb die Ureinwohner
ja auch den Namen Indianer bekamen.
Die Spanier und die Portugiesen waren es dann auch, die ihre ersten Kolonien
auf dem neu gefundenen Kontinent gründeten, gefolgt von den Niederländern und
Engländern.
Die Kolonialherren hatten nur wenig Widerstand der Einheimischen,
denn die waren bei weitem nicht so militärisch organisiert wie sie. Ausserdem
lebten damals viele verschiedene Völker in Südamerika, sodass es für die
Kolonialherren relativ einfach war, den Kontinent zu unterwerfen. Und was ihre
Waffen nicht vermochten, schafften dann ihre eingeschleppten Krankheiten, die eine
große Anzahl der Ureinwohner dahinrafften. Zum Beispiel sank die Zahl der
Ureinwohner im Bereich des heutigen Peru von geschätzten 15 Millionen Menschen auf
knapp 800.000. Weil dadurch auch gleichzeitig die Anzahl der Arbeitskräfte immer
mehr sank, wurden dann schließlich Sklaven aus Afrika verschifft.
Die
Spanier waren von den Schätzen ihrer Kolonien recht angetan, nachdem man in Mexiko
schon sehr viel Gold fand, vermutete man dies auch im heutigen Südamerika. Die Suche
nach dem Mythos El Dorado begann. Im Laufe der Jahre wurden in vielen überseeischen
Gebieten die Gold- und Silbervorkommen ausgebeutet und ihre Erträge zur Finanzierung
weiterer Expansionsreisen nach Europa geschickt. Guyana ist das einzige Land,
indem sich die Spanier nicht durchsetzen konnten. Hier waren die Holländer und
später die Franzosen präsent. Um ihre Herrschaftsansprüche auch durchsetzen zu
können, haben die Kolonialherren in Südamerika viele Städte gegründet.
300
Jahre lang konnte Spanien und die Portugiesen ihre Vormachtstellung in Südamerika
aufrechterhalten. Erst nachdem die napoleonischen Kriege zu Änderungen in den
Mutterländern führten, konnten sich auch die Kolonien langsam selbstständig machen.