...bedeutet Chile übersetzt und bezeichnet damit ein schmales Land am
Pazifischen Ozean, dass zwar 4.300 km lang, aber nur 180 km breit ist.
Im Norden grenzen Peru und Bolivien und ansonsten Argentinien. Die
im Pazifik gelegenen Osterinseln, Salas y Gómez, die Juan-Fernández-Inseln, die
Desventuradas-Inseln sowie im Süden die Ildefonso-Inseln und die
Diego-Ramirez-Inseln gehören auch noch zu Chile. Ausserdem beanspruchen die
Chilenen noch einen Teil der Antarktis. Betrachtet man eine Landkarte von Chile,
fällt einem sofort auf, dass das eigentlich nur aus einer Küstenlinie westlich der
Anden besteht.
Nordchile mit der wichtigen Hafenstadt Antofagasta
beherrbergt die Atacama-Wüste, die zu den trockensten auf der Erde zählt.
Wirtschaftlich interessant sind dort die Salpeter- und Kupfervorkommen. Hier ist
auch die größte Kupfer-Tagebau-Mine der Welt zu finden.
In Mittelchile
leben die meisten der 16 Millionen Einwohner - hier ist das Klima erträglich.
Santiago de Chile, Valparaíso, Viña del Mar und Concepción zählen zu den größten
Orten des Landes, allein in Santiago leben rund 6 Millionen Einwohner.
Der
große Süden hat sehr viel Niederschlag zu verzeichnen, in Punta Arenas, der
südlichsten Stadt steigt das Thermometer im Sommer für drei Monate auf 11°C,
ansonsten ist es dort mit 5°C eher kühl im Rest des Jahres. Viña del Mar im
Ballungsgebiet von Valparaíso gelegen, ist einer der beliebtesten Urlaubsorte
Südamerikas und liegt an der Küste; dort leben rund 300.000 Einwohner hauptsächlich
von den Touristen. Hier gibt es Palmen, Sandstrände, Kasinos, Festivals,
Ausflugsparks und jede Menge Wasser.
Im heutigen Chile herrscht die
Marktwirtschaft, das war allerdings nicht immer so, zu Zeiten der Diktaturen wurden
große Teile der Wirtschaft verstaatlicht, was aber seither mit Ausnahmen der
Kupferminen wieder rückgängig gemacht wurde. Die größten Kupfervorkommen der
Welt liegen in Chile, ebenso wie eine der größten Goldminen, ausserdem noch Salpeter
und andere Edelmetalle.